Bienen

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Bienen

 

Was machen die Bienen überhaupt, das fragen sich viele, doch nicht jeder hat eine Antwort.

Ich möchte Euch einige Informationen über die Bienen und deren Lebensweisen geben.

 

Bienen sind Bestäubungs-Insekten und sind zu 80% für die Bestäubung von Pflanzen zuständig, insbesondere für die Obstbäume und anderen Nahrungspflanzen.

 

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Aufbau einer Biene

1. Aufbau der Biene

Die Honigbiene ist ein staatenbildendes Insekt. Ihr lateinischer Name ist Apis Mellifica.In einem Staat leben im Sommer zwischen 40.000 und 55.000 Arbeiterinnen, eine Königin und ein paar hundert Drohnen. Im Winter sind es nur noch rund 5.000 bis 10.000 Arbeiterinnen, eine Königin und keine Drohnen, da sie bei der sogenannten Drohnenschlacht verstoßen werden.

Die Biene besteht aus drei Körperteilen: dem Kopf, der Brust und dem Hinterleib. Am Kopf befinden sich die Augen. Die Honigbiene hat 5 Augen - zwei große Fassettenaugen und drei kleineren Punktaugen, die sich auf der Stirn befinden. Das Mundwerkzeug der Biene besteht aus einem Rüssel und zwei Fühlern. Die Zunge befindet sich in ihrem Rüssel und ist dafür da, den Nektar aus den Blumen zu saugen. Bis heute wurde bei der Biene noch kein Organ festgestellt, das auf ein Ohr hinweist. Die drei Beinpaare befinden sich an der Brust. Die zwei vorderen Beinpaare sind etwas kleiner als das letzte und hinterste Beinpaar. An diesem letzten Beinpaar befinden sich auch die Pollenhöschen - in ihnen sammelt die Biene die Pollen. Die vier Flügel befinden sich auf der Brust, man kann nur im Flug erkennen das es tatsächlich vier Flügel sind, denn wenn die Biene die Flügel angelegt hat, sind diese nicht mehr zu unterscheiden. Die Bienen können mit bis zu 30 Kilometer pro Stunde fliegen. Im Hinterleib der Biene befindet sich der Stachel mit Widerhaken. In dem Hinterleib befinden sich auch die inneren Organe der Biene.

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Bienenkönigin

2. Königin:

Im Bienenvolk gibt es drei Typen von Bienen: die Königin, die Drohnen und die Arbeiterinnen. Die Königin ist das einzige vollwertige Weibchen im Stock, das auch Eier legen kann, die befruchtet sind. Kurz nach ihrer Geburt verlässt die Königin dann das Volk, um einen Hochzeitsflug zu unternehmen, gefolgt von Drohnen, den Männchen unter den Bienen. Die schnellste Drohne fliegt an die Königin heran und begattet sie im Flug. Die Drohnen sterben bei diesem Spektakel. Die Königin wiederholt das Spiel noch ein paar Mal mit anderen Drohnen. Die Königin ist dafür zuständig, das Volk mit einem bestimmten Geruch, den sie über Geruchsdrüsen an ihrem Hinterleib versprüht, zusammen zu halten. Ohne diesen Geruchsstoff, wie es z.B. ist, wenn die Königin stirbt, könnte das gesamte Volk nicht mehr richtig arbeiten, da die Orientierung fehlt und die Arbeiterinnen sich langsam selbstständig machen und unbefruchtete Eier legen. Die Königin ist nach 16 Tagen aus ihrer Zelle geschlüpft, damit hat sie die kürzeste Entwicklungszeit.

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Drohne

3. Drohnen:

Die Drohnen sind nur dafür da, die Königin zu begatten. Sie selber werden gefüttert. Bei Wintereinbruch werden die Drohnen von dem Volk verstoßen, weil dass Volk sonst nicht genügend Nahrung für alle hätte. Die Waben, in denen die Drohnen heranwachsen und sich verlarven, sind größer als die der Arbeiterinnen. Sie benötigen 24 Tage, bis sie sich vollständig entwickelt haben.

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Arbeiterinn auf Blume

4. Arbeiterinnen:

Die Arbeiterinnen haben am meisten Arbeit. In ihrer Entwicklungszeit durchlaufen sie mehrere Stadien. Als erstes legt die Königin ein Ei (auch Stift genant) in eine saubere Zelle. Nach 3 Tagen liegt der „Stift“ schräg auf dem Boden der Zelle. Am 4. Tag schlüpft eine Made, am 5. und 6. Tag wird sie als „junge Rundmade“ bezeichnet, wobei sie nur Futtersaft verzehrt. Vom 6. bis 9. Tag entwickelt sie sich über die ältere Rundmade, die Pollen und Honig zu essen bekommt, zur gestreckten Made. Am 9. Tag wird dann auch die Zelle verdeckelt. Vom 10. bis zum 13. Tag verwandelt sie sich über das Nympfenstadium zur Puppe, am 21. Tage schlüpft sie dann als fertige Biene aus der Zelle. Nach ihrer 21 tägigen Entwicklung fängt sie sofort mit dem Putzen an, zuerst putzt sie sich und die Wabe, in der sie sich verpuppte. In den ersten Tagen wärmt sie die Brut, indem sie mit ihren Flügeln warme Luft in den Stock wedelt. Zwischen dem 3. und 5. Tag füttert sie die Altmaden. Vom 6. bis 12. Tag füttert sie zuerst die Jungmaden, danach nimmt sie Nektar von den Flugbienen entgegen und als letztes stampft sie Pollen und putzt den Stock - z.B. schiebt sie dabei tote Bienen aus dem Stock. Ab dem 12. Tag baut sie neue runde Waben, die sie anschließend durch Erwärmen in ihre typische sechseckige Form bringt. Am 16. Tag fliegt sie sich vor ihrem Stock ein, wobei sie immer Richtung Stock schaut, um sich zu orientieren. Vom 17. bis 19. Tag bewacht sie den Stock, dabei achtet sie auf Bienen, die nicht zu ihrem Volk gehören. Dies merkt sie an dem Geruch der Biene, denn jedes Volk hat einen einzigartigen Geruch. Vom 20. Tage an fliegt sie und sammelt Nektar, wobei sie etwa nach 35 Sammelflügen stirbt.

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Beuten Mit Beschriftung

5. Aufbau des Stockes:

Die Zuchtbiene (Honigbiene) wird von Imkern in Stöcken, auch Beuten genannt, gehalten. Die bekanntesten Bauarten für diese Beuten sind: Deutschnormal- und Dadant- Beuten. Sie unterscheiden sich durch Ihre Größe und Form. Am unteren Teil der Beute befindet sich das Einflugsloch, durch das die Bienen in den Stock gelangen. Über dem Einflugsloch befindet sich der Brutraum, die größte Kiste in der Beute. In ihr werden Rähmchen mit einer Größe von 45cm x 29cm aufgehängt. Auf ihnen bauen die Bienen die Zellen für die Brut an, weswegen dieser Raum auch Brutraum genannt wird. Auf den Brutraum stellt der Imker die Kästen für den Honig, dies können je nach Volk bis zu 4 Honigräume sein. In ihnen lagert das Volk den Honig für den Winter. Im Sommer legt der Imker ein sogenanntes Königinnengitter zwischen den Brut- und Honigraum, damit die Drohnen und die Königin nicht in den Honigraum kommen und die Königin dort Eier legt. Ganz oben auf den Stock kommt erst der innere Deckel als Wärmeschutz, und dann der äußere Deckel, als Schutz gegen Regen. Im Herbst kommt zusätzlich noch ein Futtertrog auf die Honigbeuten, in den der Imker Zucker Wasser einfüllt, damit die Bienen genug für den Winter haben und nicht verhungern müssen. Das Einflugsloch ist im Sommer größer und im Winter kleiner, weil im Sommer 1. viel mehr Betrieb am Einflugsloch ist und 2. der Stock gekühlt werden muss, was durch eine großes Loch viel besser geht, als durch ein kleines.

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Schwarm am Baum

6. Schwarmzeit:

Jedes Jahr im Sommer kommt es zu einem Schauspiel, das sich „Schwärmen“ nennt. Dieses Schauspiel lässt sich einfach erklären: wenn nämlich das Volk zu groß oder die Königin zu schwach ist, werden Weiselzellen von den Arbeiterinnen angelegt. Weiselzellen sind Zellen, die wie Tränen an den Waben hängen und größer als die normalen Brutzellen sind. In diese Zellen werden dann von der Königin Eier gelegt, die zu einer neuen Königin herangezogen werden. Ein Tag, bevor die erste Königin schlüpft, verlässt die alte Königin mit einem Teil vom Volk den Stock, um sich ein neues Zuhause zu suchen. Des „Schwarm“ hängt sich meistens nicht weit von dem Stock entfernt an einen Ast oder etwas Ähnliches. Die dabei entstehende Traube wird von den Bienen künstlich belüftet, indem sie Luftlöcher offen lassen und diese mit ihren Flügeln belüften. In der Mitte der „Traube“ ist die Königin. Von dort aus fliegen sogenannte Suchbienen los, um eine neues Zuhause für das Volk zu suchen. Im alten Stock schlüpft in den nächsten Tagen die neue Königin. Die Königin, die als erstes schlüpft, gibt einen hellen Ton von sich, damit die anderen Königinnen, die noch in den Weiselzellen sind, wissen, dass sie nicht mehr schlüpfen brauchen. Wenn jedoch trotzdem mal zwei Königinnen gleichzeitig schlüpfen sollten, gibt es einen Kampf zwischen beiden auf Leben und Tod. Der Imker versucht dies meistens zu verhindern, indem er die Weiselzellen bricht, also zerstört. Für den Imker ist das Schwärmen schlecht, denn er kann nicht immer alle Schwärme einfangen. Der Imker fängt die Schwärme ein, indem er entweder den Zweig an dem der Schwarm hängt, abschneidet und über einer Beute oder in einen speziellen Sack ausschüttelt. Das Wichtigste dabei ist, dass der Imker die Königin mitfängt, denn ihrem Duft folgen die Bienen.

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bienen-tanz

7. Sprache der Bienen:

Bei den Bienen wurde noch kein Hörorgan gefunden. Man vermutet, dass sie sich nur durch Vibrationen verständigen. Eine nachgewiesene Art der Konversation bei den Bienen ist der Schwänzeltanz. Dieser „Tanz“ wird von der Flugbiene aufgeführt, wenn sie eine neue Blume gefunden hat. Dabei bewegt sie sich in Form einer liegenden Acht. Es gibt auch den Rundtanz, er zeigt nah liegende Futterstellen. Bei beiden Tänzen gibt die Biene an, wie weit und in welcher Richtung die Blume entfernt ist. Die Biene erzeugt durch den Tanz Vibrationen, die sich über die Zellen verbreiten. Auf verdeckelten Zellen reichen die Vibrationen nur 2,7cm, auf offenen Zellen reichen die Vibrationen 4 cm weit. Die Bienen, die dem Tanz unmittelbar beiwohnen, erhalten von der tanzenden Biene eine Probe des Nektars, der Pflanze und können so entscheiden ob es sich lohnt, zu der Futterstelle zu fliegen oder nicht. Wenn die nächste Biene zu der Futterstelle gelangt, braucht sie oft doppelt oder dreifach soviel Zeit als notwendig, da die Angaben beim Tanzen nicht immer sehr exakt sind. Fliegt die Biene z.B über Wasser, so bleibt ihr Kilometerzähler aus und beginnt erst wieder hinter dem Wasser zu zählen.

 

8. Das Sehen der Bienen:

Bienen haben 5 Augen: 2 große Facettenaugen und drei kleinere Punktaugen (auch „Ocellen“genannt). Mit den Ocellen kann die Biene den Lichteinfall und die Helligkeitsänderung analysieren. Man hat herausgefunden, dass Bienen Farben anders sehen als wir Menschen, daher bezeichnet man sogenannte Bienenfarben, z.B. das „bienenrot“ und das „bienenviolett“ .

 

9. Aufgaben des Imkers:

Der Imker muss nicht nur ernten, sondern den Bienen auch helfen. Im Winter schmilzt der Imker z.B. das Wachs vom Vorjahr für Mittelwände. Das sind Wachsplatten, auf denen beidseitig das Muster der Wabe geprägt ist. Diese befestigt der Imker mit Hilfe eines Drahtes in den Rähmchen, damit die Bienen nicht wild bauen, sondern die vorgegeben Räume nutzen. Die nächste Arbeit, die der Imker zu erledigen hat, ist das Kontrollieren der Stöcke. Dabei muss er feststellen, wie der Stock sich entwickelt und ob er gut über den Winter gekommen ist. Die leeren Beuten müssen gesäubert werden und die alten Waben, falls sie noch zu gebrauchen sind, werden eingeschmolzen. Den Völkern, die durch den Winter gekommen sind, sollte der Imker Honigräume bereitstellen, soweit das Wetter schön ist und es tagsüber mehr als 15° bleiben soll. Dazu nimmt er die Waben und befeuchtet sie von beiden Seiten mit Wasser, um den Bienen den Flug zur Wasserstelle zu ersparen. Zwischen den Honigraum und den Brutraum legt der Imker das Königinnengitter, damit die Königin und die Drohnen nicht in den Honigraum kommen. Wenn das Wetter gut und die Bienen fleißig waren, kann der Imker schon Anfang Mai den ersten Honig ernten. Die Honigernte findet in mehreren Etappen statt. Am ersten Tag legt der Imker zwischen Honig und Brutraum statt des Gitters eine Bienenflucht. Diese funktioniert wie eine Reuse: die Bienen kommen zwar aus dem Honigraum heraus, jedoch nicht wieder zurück

und da jede Biene innerhalb von 12 Stunden mindestens einmal nach den Brutraum aufsucht, ist der Honigraum innerhalb einer Nacht bienenfrei.Am nächsten Tag kann der Imker diesen dann einfach von dem Bienenstock herunternehmen. In seinen Schleuderraum werden die Waben dann zunächst entdeckelt - dafür sind z.B. das Entdeckelungsmesser oder die Entdeckelungsgabel geeignet. Nach dem Entdeckeln werden die Waben senkrecht in die Schleuder gestellt. Es gibt mehrere Arten von Schleudern: die Handschleuder, die mit einer Handkurbel oder die Elektrische Schleuder, die mit einem Motor angetrieben wird. Es gibt unterschiedlich große Schleudern: mit einem Fassungsvermögen von 4 Waben bis hin zu 100 Waben, die in der Honigindustrie verwendet werden. Der Honig aus der Schleuder läuft zuerst durch ein gröberes, dann durch ein feines Sieb, bevor es in den Eimer läuft. Um den Honig in Gläser ab zu füllen, kann der Imker viele Möglichkeiten verwenden, z.B. eine elektrische Abfüllmaschine. Danach werden die Gläser nur noch etikettiert und sind dann fertig zum Verkauf. Neben Honig kann der Imker noch viele weitere Produkte von den Bienen gewinnen, z.B. Gelée Royaleund Propolis. Beiden Mitteln spricht man eine große Heilwirkung zu. Der Imker kann jedoch auch noch Scheibenhonig, Blütenpollen und Honig in verschiedenen Geschmacksrichtungen produzieren.

Auch das Einfangen von Schwärmen und das Säubern alter Beuten gehören zu den Aufgaben des Imkers. Ende Herbst muss der Imker nach ein letztes mal an seine Völker, um sie gegen die sogenannte „Varroamilbe“ zu impfen. Die Varroamilbe schadet den Maden, indem sie sich auf sie setzt und mit Giftstoffen infiziert. Dies kann der Imker ganz einfach mit Hilfe von Armeisensäure verhindern: dabei lässt er die Armeisensäure im Stock verdunsten. Die Armeisensäure ist für die Bienen ungefährlich, jedoch vernichtet sie die Varroamilbe.

Eigenes Bild
Hummel auf Blume

10. Wildbienen:

Die Honigbiene ist nicht die einzige Biene; man schätzt das es noch rund 500 Wildbienenarten alleine in Mitteleuropa gibt. Darunter die Gehörnte Mauerbiene, Oamia cornuta, Sie errichtet ihre meist linear angeordneten Brutzellen gerne in Nisthilfen.

Eine weitere Verwandte der Honigbiene ist die Hummel. Sie bildet einjährige Staaten, das bedeutet, dass die Hummelkönigin jedes Jahr ein neues Volk aufbauen muss. Das Beeindruckendste bei den Hummeln ist, dass sie aufgrund ihrer Statik gar nicht fliegen dürften, da ihr Gewicht zu groß und ihre Flügel zu klein sind, doch trotzdem schaft sie es, zu fliegen. Die Erdhummel, Bombus terrestris, ist die in Europa am häufigsten vorkommende Hummelart.